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Italien mogelt sich zur EM

Nach 93 Minuten pfeift der Schiedsrichter die Partie ab. Eine Hand voll Männer in weiß reißen ihre Arme hoch und feiern den Sieg, inmitten eines tiefblauen Tränenmeers. Mehr als 50 000 Fans schauen fassungslos auf die Anzeigetafel und können noch gar nicht begreifen was sie da sehen. Schottland hat die Chance sich für die EM zu qualifizieren in der Nachspielzeit eines Hochspannenden Spiels verpasst. Am Ende lautet das Ergebnis 1:2 für Italien aus schottischer Sicht.

Es war ein Spiel was hätte typischer für die Italiener nicht sein können. Wieder wurde ein bis zur letzten Minute kämpfende Gegner mit einer Kombination aus purem Glück und einer maßlos schwachen Schiedsrichterleistung aus allen Träumen gerissen.

Dabei hatte sich anfangs alles ganz leicht angehört. Die Schotten, die zu Hause eine Macht sind, brauchten nur ein Unentschieden um sich alle Karten für die EM offen zu halten. Für Italien hingegen war ein Sieg Pflicht, also mussten sie zumindest anfangs sehr offensiv agieren, was sie ja auch schließlich taten. Das müssen die Schotten aber irgendwie falsch verstanden haben, denn nach nur 70 Sekunden sorgte Bayern Münchens Stürmer Luca Toni für die 1:0 Führung der Italiener. Daraufhin waren die Schotten reichlich verunsichert und müssen froh sein, dass der freistehende Camoranesie 2 Minuten später nicht bereits auf 2:0 erhöhte und somit das Spiel recht früh bereits hätte entscheiden können. Zum anderen ist da das angebliche Abseitstor von Di Natale. Abseits war es bekanntlich nicht, also hätte es auch hier gut und gerne schon mindestens 2:0 stehen können.

Aber nicht nur die Italiener wurden durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns benachteiligt, im Gegenteil. Letzten Endes haben diese Italiener ihren Sieg den Schiedsrichtern zu verdanken. Erstens wurde das Handspiel eines Italieners im eigenen Strafraum nicht geahndet. Zweitens wurde Zambrotta trotz mehrfachem Foulspiels – er war schon mit gelb vorbelastet – nicht vom Platz gestellt. Dann folgte der Ausgleich durch Ferguson in der 65. Minute. Zwar stand der Kapitän der „Bravehearts“ im Abseits. Jedoch war der Ausgleich allemal verdient und ebenso überfällig. Aber wie eine bekannte Fußball-Weisheit besagt: Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. Somit vergaben die Schotten kurze Zeit später geradezu fahrlässig die Chance zur Führung, indem sie das freie Tor nicht trafen.

Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl keiner mehr einen Pfifferling auf die Italiener gesetzt, bis kurz vor Ende des Spiels die Südeuropäer nochmals aufdrehten und sich Chancen „erarbeiteten“. Letztlich wurde ihnen ein Freistoß gegeben, mit dem nicht einmal die Italiener selbst gerechnet hätten.

Ich weiß nicht, wo der Schiedsrichter ein Foul des Schotten sieht, wenn diesem bei einem sehr harten Einsteigen des Gegners geradezu alle Rippen gebrochen werden. Jedoch hat das der Schiedsrichter nun mal andersrum gesehen. Den Italienern wurde somit ein Tor, welches durch Verteidiger Panucci in der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielt wurde, geradezu geschenkt.

Letztlich sind zwar die Schotten selbst Schuld, wenn sie ihre Chancen nicht nutzen, aber es kann nicht sein, dass eine so hoch gelobte Mannschaft wie Italien durch puren Dusel (wie übrigens auch schon während der WM 2006, bspw. Gegen Australien) die Punkte durch die Schiedsrichter nahezu per Post zugeschickt werden. Eine solche Mannschaft hat es meiner Meinung nach nicht verdient, an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem sich die besten Mannschaften Europas messen sollen. Denn wenn dem wirklich so wäre und es ein funken Gerechtigkeit im Fußball gäbe, dann wäre ganz Schottland schon beim Kofferpacken.

- Lotte86 -

20.11.07 19:36





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